Piratenspiele, die fast jeder kennt

Bild: MasterTux/Pixabay

Viele klassische Spiele können mit ein wenig Fantasie zu einem tollen Piratenspiel umfunktioniert werden. Wir haben hier einige altbekannte Spiele für Euch neu umgeschrieben. [mehr…]

Das Zubehör

Segel hissen
1 Tau/Seil ca. 10m lang

Wassereinbruch auf dem Piratenschiff
1 Eimer pro Team
1 Becher/Schwamm pro Team
ggf. diverse Hindernisse

Hai Alarm!
Tücher/Zeitungsbögen (einen weniger als Kinder mitspielen)

Fremde Sprachen
Zettel und Stift
2 Schalen/Körbchen

Spielerzahl: mindestens 6
Wenn Dir mein Spieletipp gefällt oder wenn Du Fragen oder eigene Erfahrungen hast, dann schreib' mir doch einen Kommentar am Ende des Beitrags.

Die Spielanleitung

Es gibt einige klassische Kinderspiele, die Ihr mit wenig Aufwand für ein Piratenfest umwandeln könnt. In der Regel benötigen diese Spiele auch nur wenig Material, das dann noch meistens vorhanden ist. Bei solchen Spieen hat es für Euch den Vorteil, dass Ihr nicht lange die Spielregeln erklären müsst, da diese im Prinzip jedem bekannt sind. 
Damit jedoch die Freibeuter-Atmosphäre erhalten bleibt, solltet Ihr für die altbekannten Spiele kleine, einleitende Geschichten erzählen. Wir haben für Euch hier einige zusammengefasst und versucht den Spielen einen Piraten-Hintergrund zu geben.

Pirat, wie tief ist das Wasser?

Bild: Raphaël Jeanneret/Pixabay

Nach Ihren Kaperfahrten versteckten sich die Piraten vor ihren Verfolgern in kleinen, engen Buchten. Die Piratenschiffe waren aber sehr groß und das Wasser in den Buchten flach. Es war also wichtig zu wissen, wie viel Wasser noch unter dem Kiel des Schiffes war, damit sie nicht auf Grund liefen. Ständig wurde der Tiefgang mit einem Handlot gemessen und es schallte der Ruf über das Deck: Pirat, wie tief ist das Wasser?

Dieses Spiel ist vielen unter dem Namen Herr Fischer, Herr Fischer, wie tief ist das Wasser? bekannt. Zuerst wählt Ihr eine Spielfläche aus, die groß genug ist, z. B. eine kleine Halle oder eine Wiese. Dann bestimmt Ihr ein Kind, das der Piratenkapitän ist. Die anderen Kind sind die einfache Mannschaft.

Das Spielfeld stellt die Bucht vor einer Insel dar. Der Piratenkapitän stellt sich an einer Seite des Spielfeldes auf. Ihm gegenüber auf der anderen Seite stehen die übrigen Mitspieler. Diese rufen nun: “Pirat, Pirat, wie tief ist das Wasser?”
Der Piratenkapitän antwortet mit einer Zahlenangabe, z.B. “Fünf Meter!”
Die Mitspieler fragen “Wie kommt man darüber?”.
Der Piratenkapitän nennt ihnen eine Aufgabe, welche die Mitspieler erfüllen müssen, damit sie das Meer überqueren können. Ist die Aufgabe z.B. hüpfen, dann müssen alle Mitspieler und der Piratenkapitän das Feld hüpfend überqueren und auf die jeweils andere Seite gelangen. Der Langsamste der Mannschaft scheidet aus.

Wer hat Angst vorm Klabautermann?

Piraten waren sehr abergläubisch. Zum Beispiel durfte an Bord eines Schiffes nicht gepfiffen werden, denn das hätte einen schlimmen Sturm anziehen können. Oder sie nagelten Haifischflossen an den Klüverbaum, einen speziellen Mast, damit das Schiff schneller segelte. Aber so richtig unwohl fühlten sich die Piraten bei dem Gedanken an den Klabautermann. Das ist ein kleiner Kobold, der nur Unsinn im Kopf hat und damit dem Schiff und seiner Besatzung großen Schaden zufügen konnte.

Wer hat Angst vorm Klabautermann? wird gespielt wie “Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?”. Ihr wählt ein Kind zum Klabautermann, die anderen Kinder sind die Piraten. Auf einer eingegrenzten Spielfläche, die groß genug ist, damit die Kinder herum rennen können, stehen sich Klabautermann und Piraten gegenüber.
Der Klabautermann ruft: “Wer hat Angst vorm Klabautermann?”
Die mutigen Piraten antworten: “Niemand”.
“Und wenn er kommt?” ruft der Klabautermann.
“Dann laufen wir!” antworten die Piraten wieder.
“Dann kommt er Euch holen!” ruft der Klabautermann zurück und alle laufen los. Die Piraten versuchen auf die Seite zu gelangen, auf welcher der Klabautermann stand und dieser muss ebenfalls die Seite wechseln, aber dabei möglichst viele Piraten fangen. Die Piraten dürfen dabei in alle Richtungen rennen und ausweichen. Der Klabauter darf nur vorwärts laufen. Tippt er einen Piraten an, klebt der nun in den weiteren Runden immer an ihm. Gemeinsam werden in weiteren Runden die anderen gefangen. Der Letzte ist der nächste Klabautermann.

Segel hissen

Bild: cocoparisienne/pixabay

Das Segel hissen auf einem Segelschiff erfordert viel Kraft. Nur die stärksten Piraten konnten die Segel schnell hissen und dafür sorgen, dass das Piratenschiff schnell manövriert werden konnte. Mit dem Kräftemessen am Tau, das an das Spiel Tauziehen erinnert, werden wir prüfen, ob Ihr zu den starken Piraten gehört.

Für das Kräftemessen bildet Ihr zwei Teams, ungefähr gleich stark, und stellt sie gegenüber auf. Dazwischen legt Ihr das Seil, dessen Mitte mit einem Klebeband markiert ist. Die Taumitte legt Ihr an Linie, die die Mitte der beiden Teams markiert. Die Mannschaften stellen sich in gleichen Abständen zur Mittellinie auf.
Nicht erlaubt ist hinsetzen beim Ziehen. Beim ersten mal gibt es eine Verwarnung und beim zweiten mal muss der Spieler sein Team verlassen. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Kinder das Tau nicht um die Handgelenke, Arme oder Oberkörper wickeln.

Auf ein Signal des Spielleiters heben beide Mannschaften das Seil auf, ohne einen Zug darauf auszuüben. Mit dem Startkommando versuchen Gruppen, die jeweilige andere über die Mittellinie zu ziehen und damit zu gewinnen.

Wassereinbruch auf dem Piratenschiff

Nach so manchem siegreichen Kampf war das stolze Schiff der Piraten beschädigt. Die Kanonen der Angegriffenen hatten ihre Spuren hinter lassen. Leider war der nächste Hafen meist zwei bis drei Schiffsreisen entfernt. Damit nicht zu viel Wasser ins Schiff lief und es unterging, mussten die Piraten das Wasser abschöpfen. Elektrische Pumpen gab es damals noch nicht. Manchmal bildeten die Piraten Eimerketten und manchmal war der Einsatz eines jeden einzelnen gefordert. So auch bei diesem Spiel, das an das Eierlaufen erinnert.

Ihr bildet wieder zwei oder mehr Mannschaften, die sich nebeneinander in einer Reihe aufstellen. Vor jeder Mannschaft steht ein Eimer mit Wasser. Dieser Eimer steht für das Wasser, das in das Schiff eindringt. In ein paar Metern Entfernung steht ein leerer Eimer. Jede Mannschaft erhält einen Becher.
Ziel ist es, dass die Mannschaften möglichst viel Wasser vom vollen Eimer in den leeren Eimer transportieren, sozusagen das Schiff leer pumpen. Dazu läuft das erste Kind in der Reihe mit vollem Wasserbecher los, schüttet das Wasser in den leeren Eimer und läuft zurück. Dort übergibt es dem Nächsten in der Reihe seines Teams den leeren Becher. Der füllt ihn und läuft seinerseits wieder los.

Wie Ihr es spielt hängt ein wenig von der Gruppengröße ab. Bei kleineren Gruppen ist es sinnvoll nach Zeit zu laufen, d.h. Ihr gebt den Kindern eine festgesetzte zeit, z.B. 3 Minuten. Danach wird die Wassermenge gemessen. Bei größeren Gruppen sollte jedes Kind einer Mannschaft nur einmal laufen und dann wird gemessen, wer am meisten Wasser transportiert hat

Um das Spiel zu erschweren, z.B. weil es auf dem Meer Sturm und schweren Seegang gibt, könnt Ihr Hindernisse aufbauen, die überwunden werden müssen. Oder die Kinder bekommen Schwämme und keine Becher für den Wassertransport.

Die Krake

Nicht nur verfeindete Piraten, Soldaten oder Stürme waren für die Piraten eine Bedrohung. Ganz besonders fürchteten sie das Ungeheuer aus der Tiefe, die Riesenkrake. Wenn sie auftauchte und mit ihren langen Tentakeln nach dem Piratenschiff griff, war der Untergang nahe. Das Spiel Die Krake ist vom altbekannten Kettenfangen abgeleitet. 

Bild: Michael Seibt/Pixabay

Ihr wählt ein Kind zur Krake, die anderen sind die Piraten. Die Krake versucht nun die Piraten zu fangen. Sobald sie einen Seeräuber berührt hat, gehört er zur Krake. Die Krake nimmt diesen Seeräuber an die Hand und nun versuchen sie gemeinsam die anderen Piraten zu fangen. Jedes weitere abgeschlagene Kind verlängert demnach die Tentakeln.
Je länger die Tentakeln werden, um so leichter wird es Piraten zu fangen. Wer zuletzt übrig bleibt, hat gewonnen und darf die Krake bei der nächsten Runde sein.

Ihr könnt bei vielen Kindern, bzw. Piraten, eine maximale Anzahl an Fängern in einer Tentakel-Kette nennen, z.B. bei einer Kette aus 6 Kindern wird diese in zwei Ketten mit je 3 Kindern aufgelöst.

Hai Alarm!

Wer weiß was noch in den tiefen der Meere lauert? Keiner. Deswegen betrachten die Piraten das Meer immer sehr argwöhnisch. Es geht die Geschichte um, dass es nicht nur die Krake gibt, sondern auch Seeschlangen und böse Wasserfrauen. Sicher ist, dass die großen Haie nur auf ihre Beute warten, um sich satt zu fressen. Aber wer kann es den Piraten verübeln, dass sie nach einem anstrengenden Kampf etwas Abkühlung im warmen karibischen Wasser suchen. Das Spiel Hai Alarm, Ihr ahnt es wahrscheinlich schon, ist dem Spiel Die Reise nach Jerusalem nach empfunden.

Ihr verteilt die Tücher, Matten oder Zeitungsbögen im Raum, jedoch eins weniger als Kinder mitspielen. Die Piraten schwimmen im Wasser und freuen sich, dass die Schlacht gewonnen wurde und sie reichlich Beute gemacht habe. Die Kinder laufen im Raum um die Matten herum.
Auf einmal erschallt der Ruf: Hai Alarm!
Nun heißt es schnell sein, damit der Hai einen nicht schnappt. Alle Kinder müssen sich eine Matte suchen darauf stehen, aber nur ein Kind je Matte. Da es eine Matte zu wenig gibt, schafft es ein Pirat nicht zurück zum Schiff. Dieses Kind scheidet nun aus.

Für die nächste Runde nehmt Ihr wieder eine Matte weg und die kleinen Piraten planschen im Wasser bis wieder der Ruf ertönt "Hai Alarm!". Das wiederholt sich so lange, bis nur noch ein Kind übrig ist.

Fremde Sprachen

Am Abend saßen die Piraten gerne am Feuer oder in der Schänke zusammen, haben Rum getrunken und von ihren Abenteuern erzählt. Meist überboten sie sich dabei, wer der mutigste und stärkste von Ihnen war.  Allerdings verstanden sie sich sehr häufig auch nicht, denn die Piraten waren ein bunt gemischter Haufen aus vielen Ländern der Welt. Die meisten redeten in Sprachen, die kein Mensch zuvor gehört hatte. So mussten sie andere Wege finden, um sich zu verständigen und ihre Geschichten zu erzählen. Zumindest so lange, bis sie die Sprache gelernt hatten, die man auf dem jeweiligen Piratenschiff sprach. Sie verwendeten daher häufig die Zeichensprache bzw. Pantomime.
handelt es sich um eine große Gruppe von Spielern, ist es sinnvoll zwei Gruppen zu bilden. Jede Mannschaft sucht sich mehrere Begriffe aus und schreibt diese jeweils einzeln auf einen Zettel, der zusammengefaltet wird. Die Zettel legen die Teams in ihre Schalen. Begriffe die sich besonders gut eignen bestehen aus zwei zusammengesetzten Substantiven, z.B. Totenkopf, Haifischbucht, Mastkorb, Holzbein etc.  Bei einem Piratenspiel sollten sie zu Thema passen.  Der Spielleiter vertauscht nun die Schalen, so dass die Begriffe der einen Mannschaft bei der anderen stehen.

Der Spieler einer Mannschaft zieht einen Begriff aus der Schale, die vor ihm steht und versucht seinem Team diesen pantomimisch zu erklären. Er darf dabei keinen Ton von sich geben noch irgendwelche Geräusche produzieren. Sein Team muss nun innerhalb einer bestimmten Zeit die Begriff erraten. Dafür stellt der Spielleiter am besten jeweils einen Countdown ein. Für jeden richtigen Begriff innerhalb der Zeit bekommt die Mannschaft einen Punkt. Sieger ist, wer am Ende am meisten Punkte hat.

Sind es nur wenige Mitspieler, raten alle gleichzeitig. Der Mitspieler, der den Begriff erraten hat, darf den nächsten Zettel ziehen.

Ein letztes Wort

Was wären die Piraten ohne eine Kaperfahrt. Auf Ihren Raubzügen erbeuteten sie vor allem Gold, Waren und Menschen. In Piraten auf Kaperfahrt könnt Ihr erleben, wie solche Angriffe auf andere Schiffe abliefen. Die Gefangenen des überfallenen Schiffes bekamen häufig die Möglichkeit, sich den Piraten anzuschließen. Allerdings mussten sie dafür eine Reihe von Aufnahmeprüfungen bestehen. Den ultimativen Piratentest haben wir für Euch zusammengestellt, so dass Ihr nur die mutigsten Freibeuter in Eure Mannschaft aufnehmt.
Je größer Eure Mannschaft ist, desto größer werden die Angriffsziele. Daher sind einige Piraten nun entschlossen ein befestigtes Fort anzugreifen. Wie der gewagte Überfall und der Kampf abläuft erfahrt Ihr beim Piratenangriff auf Port Royal.
Auch für Piraten sind die Kämpfe und Überfälle anstrengend, daher freuen sie sich immer über einen faulen Tag auf dem Schiff. Doch sie haben nicht mit dem Kapitän gerechnet, der möchte erst einmal sein Schiff in Ordnung bringen. Unter Piraten, Klarschiff machen findet Ihr Spiele, die den Alltag an Bord eines Piratenschiffes nachahmen.
Und zum Schluss darf es noch ein wenig Vergnügen sein. Die Piraten lieben Captain's Hook Brezelschnappen, das ist ultimative Freizeitspaß unserer Freibeuter.

Bild: MasterTux/Pixabay

 

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