Spielend in die Schule kommen!

Spielend in die Schule kommen!

Das Spiel ist die wichtigste Lernweise des Kindes! Dabei kann es alle Fähigkeiten erwerben die später von ihm verlangt werden. [mehr…]

von Sandra Reßler

Die Bezeichnung Vorschulalter umfasst die Zeit von der Geburt bis zum Schuleintritt.
Für die kindliche Entwicklung ist es wichtig in allen einzelnen Lebensjahren entsprechend geistig, körperlich, sozial und emotional gefördert zu werden, ausgewogen und ganzheitlich orientiert.

Viele Untersuchungen haben ergeben, dass die geistige Intelligenz in der Kindheit weit größer ist und weit schneller voranschreitet, als in der Jugend oder im Erwachsenenalter. Alles was wir den Kindern in dieser Zeit anbieten, saugen sie auf wie ein Schwamm. Dabei orientieren wir uns an ihren Interessen.
Wichtig dabei ist, dass wir beobachte, und nur dann eingreifen, wenn wir gebraucht werden. Wenn ein Kind einen Regenwurm betrachtet, heißt das noch lange nicht, dass es mit Informationsmaterial überschüttet werden will. Erst wenn wir gefragt werden, sollten wir ihnen zur Verfügung stehen.

Im letzten Jahr vor Schulbeginn vollzieht sich bei vielen Kindern meist eine starke Veränderung, nicht nur körperlich, sondern auch emotional.
Sie verändern ihre Gestalt, strecken sich, Muskeln treten hervor, Schulternbreite nimmt zu, Taille bildet sich heraus, Milchzähne fallen aus, und das endgültige Gebiss formt sich.

Auch eine tief greifend seelische Veränderung vollzieht sich: einerseits verhält es sich kleinkindhaft, und zeigt dann wieder große Reife und schulkindliche Eigenschaften. Sehr oft erinnern sie ans Trotzalter durch ihre Stimmungsschwankungen, oft sind sie hochgradig aktiv, dann wieder schlapp, müde und passiv, langweilen sich.

Das ist die Übergangsphase vom Kleinkind zum Großkind.
Sie streben nach mehr Selbständigkeit und Eigenständigkeit, fordern aber umso mehr Liebe und Geborgenheit; sie brauchen viel Verständnis und Geduld. Ihr Verhalten ist ein Reifungsprozess!
Sie durchleben eine Übergangsphase: vom Alten, Gewohnten noch nicht abgenabelt, im Neuen noch nicht seinen Platz gefunden!

Ihre Bedürfnisse in dieser Zeit sollte man sich bewusst machen. Es entwickeln sich nun festere, dauerhafte Freundschaften. Sie haben das Bedürfnis nach unbeobachtetem Spiel, in der sie die Möglichkeit haben, sich eine eigene Welt zu schaffen. In ihrem Drang die Welt zu entdecken und zu erforschen, kennt die Neugier keine Grenzen.
Sie wollen selbst tätig sein und alles ausprobieren. Wir sollten versuchen es auch zu zulassen. Denn sie sind geschickter als wir denken.

Wichtig ist dabei unsere Rolle als Vorbild. Sie ahmen uns nach, und daher sollten wir sehr bewusst alles vorleben, aber auch (z.B. verschiedene Handgriffe) langsam vorzeigen. Im Rollenspiel schlüpfen sie in die Rolle des Erwachsenen, um endlich auch erwachsen sein zu können. Auch hier ahmen sie uns nach, und oft genug kann man sehen, wie undurchschaubar diese Erwachsenenwelt noch für sie ist.

Ihr Bedürfnis mehr zu wissen, zu erfahren kann man mit Sachbilderbücher und Lexikons stillen. Diese werden nun auch für uns Erwachsene immer interessanter. Bewegung und Wettkampf; sich mit anderen messen, Spiele mit Sieger sind nun wichtig um Selbstwertgefühl zu stärken.
Feinmotorische Tätigkeiten, Umgang mit Werkzeug, Basteln, Falten, erste Näh versuche werden auch in dieser Zeit immer mehr von Bedeutung.

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