Lily und das wilde Pferd

Lily und das wilde Pferd

Die 3. von insgesamt 4 Gute-Nacht-Geschichten zum Film “Bedtime Stories”:
Lily ist ein kleines Mädchen, dass zur Zeit der großen Trecks in Amerika lebt. Da sie sich oft sehr einsam fühlt, schließt sie bald Freundschaft mit einem Wildpferd. Doch dem Pferd droht Gefahr… […]

Es war zu einer Zeit, als der amerikanische Westen noch unerforschtes Land war. Die Siedler brachen auf, um die neue Welt zu entdecken und eine bessere Zukunft zu finden. Ihre Familie und die wenigen Habseligkeiten luden sie auf wacklige Wagen.
Nachdem sie einige Wochen unterwegs gewesen waren, kamen Lily und ihre Eltern in der großen Flussebene an, die die Indianer den «roten Gebirgsbach« nennen.
Der staubige Zug hatte endlich sein Ziel erreicht. Lily und ihre Familie hatten ein Stück Land für sich entdeckt und der Vater begann sofort es zu bestellen. Man durfte gar keine Zeit verlieren, es war schon Spätfrühling, und um im Sommer ernten zu können, musste man unverzüglich säen.
Im Laufe einiger Wochen hatte sich das neue Leben eingespielt, und aus den Zelten waren kleine Häuschen aus Holz geworden. Lily half ihren Eltern wo sie konnte, aber in ihrer Freizeit kletterte sie die Hügel in der Nähe hinauf, um die Landschaft zu bewundern, die sich erstreckte so weit das Auge reicht.

Dort blieb sie stundenlang auf der Wiese, träumte und betrachtete die Natur. Lily hatte keine Geschwister und fühlte sich oft ein wenig einsam. Sie hätte so gern einen jungen Hund gehabt, wie die Kinder von den McDuncans. Manchmal spielte sie mit den anderen Kindern der Siedler, aber die meisten von ihnen standen unter der Fuchtel von Mark Tedison, dem Tyrann unter den Kindern.
Dieser Junge liebte es zu befehlen und konnte gewalttätig werden, wenn die Sachen nicht so liefen, wie er wollte. Deswegen kletterte sie immer auf ihren Hügel, um all dem zu entgehen.
Eines Tages, als sie gegen einen Baumstamm gelehnt saß und den Himmel betrachtete, hörte sie ein dumpfes Geräusch. Das kleine Mädchen schaute rund um sich, um herauszufinden, woher es kam, aber vergeblich. Als sie das Geräusch noch einmal hörte, lief sie in die Richtung, aus der es kam. Über den Gipfel des Hügels hinweg, so weit wie sie noch nie gegangen war.

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