Immergrünes und andere Zweige

Wacholder

Der Wacholder, eine stark duftende Pflanze, wurde als Zauberholz betrachtet, mit dessen Hilfe man böse Geister, Krankheiten, im Prinzip alles Ungute vertreiben konnte. Ihm wurde nachgesagt, dass er Sterbende am Leben erhalten könne und unter bestimmten Voraussetzungen könnte er sogar Tote zum Leben erwecken. In der Pestzeit glaubte man, dass der Wacholder einen Schutz vor Ansteckung bot. Die Zauberkraft des Wacholders solle aber nicht nur in seinem Duft bzw. beim Verbrennen im Rauch liegen, sondern auch in dem Holz, deswegen wurden gerne Fässer und Trinkgefässe aus Wacholderholz hergestellt.

Wacholderzweige über der Tür oder im Stall hielten Teufel, Hexen, Zauberer, Geister, Diebe und Giftschlangen fern, mit ihnen konnte man verhexte Gegenstände unschädlich machen und vom Zauber befreien.

 

Stechpalme

Die Stechpalme wird vor allem wegen ihrer grünen Blätter und roten Beeren, die zur Weihnachtszeit reif sind, gerne zur festlichen Dekoration genommen. In England ist die Stechpalme sogar die einzige heimische Pflanze, die nicht ihre Blätter abwirft. Diese Eigenschaft machte sie zum Symbol für immer währende Lebenskraft, die den Winter hindurch nicht an Vitalität verliert. Sie war für die Kelten der Herr des Winters. Aufgrund der Farben, grün und rot, wurde sie auch zum Sinnbild von Hoffnung und Liebe und als immergrüne Pflanzen stand sie ebenfalls für die Unsterblichkeit. Für die Christen des Mittelalters war die Stechpalme heilig, da sie in ihr ein Sinnbild Christus sahen. Im Volksglauben verhieß sie Glück und bot Schutz vor bösen Geistern oder auch Blitzschlag, wenn man sie in Haus nähe pflanzte. Bei den römischen Saturnalien (Fest zu Ehren des Gottes Saturn) verschenkte man Stechpalmenzweige als Symbole der Gesundheit und des Glücks.

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