Die Legende von der Pfingstrose

Die Legende von der Pfingstrose

Warum blühen an Pfingsten die wunderschönen Pfingstrosen. Warum haben sie keine Dornen?
Die Legende von Rut, die vor langer Zeit in Galiläa wohnte, erzählt, warum die Rosen in Ruths Garten ihre Dornen verloren haben und zur Pfingstrose wurden.

Nacherzählt für Kindergaudi von Silke Woitas-Krüder. […]

Zur Zeit Jesus lebte eine Frau namens Rut in einer Stadt in Galiläa. Ruts größter Wunsch war es, einmal Jesus zu sehen und seinen Reden zu lauschen, denn sie hatte schon viel Wundersames und Gutes über ihn gehört. Nach einiger Zeit verbreitete sich die Kunde, dass Jesus auch in Ruts Stadt kommen sollte. Als die Frau dies hörte, war sie überglücklich und eilte mit vielen anderen Menschen vor die Tore der Stadt, um dort auf Jesus und seine Jünger zu warten.

Bald sahen sie am Horziont, wie sich eine Gruppe Männer der Stadt näherte. Rut fasste sich ein Herz und fragte die Männer "Ist Jesus bei euch?" "Ich bin Jesus!" antwortete ein Mann und trat vor Rut. Überwältigt fiel diese vor ihm auf die Knie, doch Jesus reichte ihr die Hand und half ihr wieder aufzustehen.
Während der nächsten Tage war Rut ein ständiger Begleiter Jesus und seiner Jünger. Sie ging mit ihm in den Tempel, wo viele Menschen auf Jesus warteten, da die Kunde seiner wundersamen Heilungen und wunderbaren Geschichten über Gott zu ihnen gedrungen war. Drei Tage blieb Jesus in der Stadt und lehrte im Tempel. Als die Zeit kam, um Abschied zu nehmen, wäre Rut gerne mit ihm gegangen, aber sie konnte ihre Familie nicht im Stich lassen, so blieb sie traurig, aber auch glücklich, weil sie Jesus getroffen hatte, zurück.

Die Monate vergingen. Eines Tages jedoch erkannte Rut einen Jünger wieder, der in die Stadt zurück kam, und fragte ihn nach Jesus. Weinend antwortete der Jünger "Jesus wurde vor Gericht gestellt und zum Tode am Kreuz verurteilt! Alle Hoffnung haben wir mit ihm verloren!" Trauernd rannte Rut zurück zu ihrem Haus und suchte den einzigen Ort, an dem sie alleine sein konnte, ihren Rosengarten. Weinend saß sie dort, als auf einmal eine leise, wunderschöne und einfühlsame Musik erklang. Etwas getröstet erhob sich Rut und kehrte zu ihrer Arbeit zurück.

Als der Jünger einige Wochen später wieder in die Stadt kam, wirkte er völlig verändert. Er strahlte vor Freude und Hoffnung. Auf Ruts Frage, was geschehen sei, erzählte er ihr von Jesus' Auferstehung und Himmelfahrt sowie vom ersten Pfingstfest. "Wir wissen nun, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und wir das ewige Leben bei Gott haben werden. 3.000 Menschen haben sich schon taufen lassen!"

Zu Hause angekommen ging Rut voller Freude in ihren Rosengarten und sah das Wunder. Ihre Rosensträucher waren voller Rosen, so viele Rosen hatte sie noch nie gesehen und das erstaunlichste war, die Rosen hatten keine Dornen mehr! "Gott hat Leid in Freude verwandelt und daher haben die Rosen keine Dornen mehr.", dachte Rut und pflückte eine Rose ab. Sie lief damit schnell auf die Straße und rief ihren Nachbarn zu "Ein Wunder ist geschehen! Nur Gott kann die Dornen von den Rosensträuchern entfernen. Und Gott hat seinen Sohn von den Toten auferweckt und schenkt uns nach unserem Tod das ewige Leben!"

Das ist die Legende von Rut und der Pfingstrose. Seit jener Zeit steht die Pfingstrose im Christentum als Symbol für Reichtum, Heilung und die Schönheit des Weiblichen. Als "Rose ohne Dornen" steht sie für die Gottesmutter Maria.

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