Stachel, der kleine Igel

Bild: Pixabay

Ein kleiner Igel lernt, warum es gefährlich sein kann, wenn man nichts mehr essen will. [mehr…]

Es war einmal ein kleiner Igel, namens Stachel. Er lebte mit seiner Familie im Himbeergestrüpp. Er war kugelrund und dick, wie alle Igel es sind. Als er eines Tages durch die Hecken streifte, begegnete ihm eine Spitzmaus. Stachel wollte sie fangen und machte einen Satz, um sie zu erwischen. Doch die Maus war schneller und verschwand im Mauseloch.

Der kleine Igel dachte sich, was für ein dicker, träger und ungeschickter Kerl er doch sei. Wenn er doch nur so schlank wie diese Spitzmaus wäre.
Als er nach Hause kam, sagte Stachel zu seiner Mutter: "Ab heute esse ich nichts mehr, ich möchte so schlank wie eine Spitzmaus werden."
Die Igelmama erschrak sehr und sagte: "Was du für Ideen hast! Ein Igel wird niemals rank und schlank wie eine Spitzmaus sein. Außerdem sind Spitzmäuse kein Umgang für dich. Halt dich lieber an die Kröten."
Stachel aber sagte: "Kröten sind dick und hässlich. Spitzmäuse sind rank, schlank und flink und von schöner Gestalt."
Die Igelmama schüttelt ärgerlich den Kopf und wandte sich ihrem Essen zu. Stachel aber saß neben ihr und rührte wirklich nicht den kleinsten Bissen an. Der kleine Igel schien sein Versprechen wahr zu machen. Er fastete, trank nur klares Wasser und jeden dritten Tag aß er eine unreife Pflaume, um am Leben zu bleiben. Verhungern wollte er nun doch nicht.

Er wurde jeden Tag dünner und schwächer und eines Tages war er so schwach, dass er gar nicht mehr richtig geradeaus gehen konnte. Aber Stachel glaubte nun endlich richtig schön zu sein. Eines Tages, er schwankte wieder durch das Gebüsch und konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, da stand plötzlich ein Fuchs vor ihm. Stachel erschrak so sehr, dass er vergaß, sich zusammenzurollen. Der Fuchs stieß ihn mit seiner Schnauze an und der kleine Igel fiel auf den Rücken. Er dachte nun, es habe sein letztes Stündchen geschlagen, und zitterte am ganzen Leib. Der Fuchs beschnupperte den kleinen Igel und sagte: "Nein, dich fresse ich bestimmt nicht, du bist ja nur noch Haut und Knochen. Du bist bestimmt krank. Und meinen Magen möchte ich mir durch dich bestimmt nicht verderben!"
Mit diesen Worten drehte sich der Fuchs um und verschwand.

Stachel aber bemühte sich wieder auf die schwachen Beinchen zu kommen. Er nahm seine ganze Kraft zusammen und lief so schnell es ging nach Hause.
Er schaute seine Mama mit großen Augen an und sagte: "Gib mir ganz schnell etwas zu essen, damit ich meine Kräfte wiederbekomme."
Und dann erzählte der kleine Igel seiner Mama, was er erlebt hatte und was der Fuchs gesagt hatte.

Von diesem Tag an fraß der kleine Igel so sehr, dass es eine Freude war, ihm dabei zuzuschauen.

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